Alan Titus
Bariton

In New York geboren, studierte Alan Titus Gesang an der renommierten Juilliard School und sang bereits in seiner Studentenzeit eine Hauptrolle in Bernsteins MASS zur Eröffnung des Kennedy Centers in Washington D. C. unter der Leitung des Komponisten.

Dem Debüt als Marcello / LA BOHEME an der Washington Opera folgten in kurzer Zeit wichtige Partien des italienischen, französischen und deutschen Fachs mit Gastspielen an allen großen Häusern Amerikas: San Francisco, Chicago Lyric Opera und das Debüt an der Metropolitan Opera New York unter James Levine in Rollen wie Papageno / DIE ZAUBERFLÖTE, Harlekin/ ARIADNE AUF NAXOS und Eisenstein/ DIE FLEDERMAUS, Posa/ DON CARLO, Ford/ FALSTAFF unter Dirigenten wie John Pritchard, Christoph von Dohnanyi, James Levine, Lorin Maazel, Sergiu Celebidache.

Seit 1974, dem europäischen Debut in der Rolle des Pelleas / PELLEAS ET MELISANDE in Amsterdam gastierte Alan Titus regelmäßig und bald häufiger in Europa (Glyndebourne Festival : Guglielmo / COSI und Graf / FIGARO) und verlegte mehr und mehr den ab den 80er Jahren seine Karriere stärker mit Golo in PELLEAS ET MELISANDE in Nizza, die NASE (Titelrolle) in Frankfurt, Valentin / FAUST mit Giuseppe Patanè etc.

1986 wurde Alan Titus ständiger Gast an der Staatsoper in München. Dort beeinflußte Wolfgang Sawallisch den weiteren künstlerischen Werdegang und Entwicklung nachhaltig und führte Alan Titus über die nächsten 6 Jahre mit großen Erfolgen zu neuen Partien und ab 1992 zu einem neuen Fach:

Don Giovanni/DON GIOVANNI, Olivier / CAPRICCIO, Guglielmo /COSI, als Figaro und Graf/ FIGAROS HOCHZEIT und Cardillac/ CARDILLAC, Mandryka/ ARABELLA (bei einem Gastspiel der Münchener Staatsoper an der Scala in Mailand = Rollendebut in 1991) und schließlich Barak/ FRAU OHNE SCHATTEN beim Japan-Gastspiel der Münchner Staatsoper 1992 und von da an vielfach in München, später auch unter Horst Stein.

Auch zur Staatsoper Hamburg kehrt Alan Titus von 1985 in jeder Saison mit den großen Rollen seine Faches zurück und ging mit diesem Ensemble auch auf Tournee nach nach Japan 1994.

Dazu kamen zahlreiche Engagements an allen führenden europäischen Bühnen: das Debüt an der Mailänder Scala als Mandryka / ARABELLA, ebenfalls unter Wolfgang Sawallisch 1992, an der Wiener Staatsoper Guglielmo / COSI mit Nicolaus Harnoncourt und Graf / FIGARO mit Leopold Hager 1988 und 1989, Paris Graf/ FIGARO und Eisenstein/FLEDERMAUS 1983 und Marcello/BOHEME in 1985, Barcelona Don Giovanni. Alan Titus ist seither ständiger Gast an allen diesen Operhäusern.

Mit dem Orest in der ELEKTRA-Neuproduktion an der Scala in Mailand 1994 begann die nun enge Zusammenarbeit mit Giuseppe Sinopoli 1993 oder 1994. Unter Giuseppe Sinopoli sang Alan Titus sein Rollendebüt als Jack Rance/FANCIULLA beim Gastpiel der Mailänder Scala in Japan 1995, die FRAU OHNE SCHATTEN-Produktion ebenfalls an der Scala 1999, das Brahms-Requiem in Dresden am 13. Februar 1995 zur Erinnerung an die Bombardierung Dresdens vor 50 Jahren, und Wotan/WALKÜRE in Konzerten an der Opera di Roma im Februar 1999. Den vorläufigen Höhepunkt dieser künstlerisch herausragenden und für Alan Titus sehr prägenden Zusammenarbeit wird der "Millenniums-RING" im Jahre 2000 bei den Bayreuther Festspielen bilden. Dort wird Alan Titus in drei Rollen debütieren: Wotan/RHEINGOLD, Wotan/WALKÜRE und Wanderer/SIEGFRIED.

Dazu kommt eine ausgeprägte Konzerttätigkeit: Brahms REQUIEM und Fauré REQUIEM mit Sergio Celibidache, Bach MATTHÄUS-Passion mit Zubin Mehta, SCHÖPFUNG mit H. M. Schneidt, Haydn JAHRESZEITEN mit Bernhard Haitink, ELIAS mit Wolfgang Sawallisch.

Mit der Rolle des Barak / FRAU OHNE SCHATTEN beim Japan-Gastspiel der Münchner Staatsoper 1992 und der Rolle des Hans Sachs / MEISTERSINGER im Jahre 1993 in Frankfurt, einem Rollendebut, das im In- und Ausland als herausragend gefeiert wurde, vollzog Alan Titus den Wechsel in das Heldenbariton-Fach.

Es folgten die Partien Wotan + Wanderer (konzertant) , Kurwenal, Holländer und im italienischen Fach Jago, Macbeth und Falstaff. Für diese Rolle wurde Alan Titus zum "Sänger des Jahres 1997" von der Zeitschrift "Opernwelt" gewählt. Ebenfalls prämiert wurde 1998 seine Interpretation des Macbeth in der Regie von Robert Carson in Köln.

Von den zahlreichen Plattenaufnahmen sind besonders zu erwähnen: DON GIOVANNI / Raffael Kubelik, FIGAROS HOCHZEIT und FALSTAFF unter Sir Colin Davis oder LA WALLY bei RCA oder Beethovens 9. Symphonie unter Michael Gielen und in 1997 unter Giuseppe Sinopoli. Im Sommer 1999 erschienen bei NAXOS: FIDELIO / Pizarro.

Alan Titus trägt seit dem Jahre 1994 den Titel „Kammersänger der Bayerischen Staatsoper München“ und pflegt nach wie vor eine rege Konzerttätigkeit mit Highlights wie Brahms und Fauré REQUIEM unter S. Celibidache, JAHRESZEITEN und 8. Symphonie von G. Mahler unter Bernhard Haitink, ELIAS unter W. Sawallisch, 9. Symphonie von Beethoven unter M. Gielen, G. Sinopoli, Chr. Thielemann und EDIPO RE von R. Leoncavallo unter Dennis Russel Davies, um nur einige zu nennen.


Wichtige Engagements ab 1995:

Elias, Wien Konzerthaus, Wolfgang Sawallisch, 1997

Jack Rance/ FANCIULLA Japan-Gastspiel der Scala, G. Sinopoli, 1995

Mathis/ MATHIS DER MALER, Covent Garden, E. P. Salonen

Barak/ DIE FRAU OHNE SCHATTEN; Staatsoper München, Horst Stein, 1996-98, Simone Young 1999

Kurwenal/ TRISTAN, Wiedereröffnung des Prinzregententheaters München, Lorin Maazel, 1996 und Wiederaufnahme der Produktion in 1999

Pizarro/ FIDELIO Staatsoper Wien, 1999, 2000

Falstaff/ FALSTAFF, Neuinszenierung in Hamburg, 1997 und Wiederaufnahmen in 1998 / 99 / 2000

Der Fliegende Holländer/ DER FLIEGENDE HOLLÄNDER , Bayreuther Festspiele 1998 und 1999

Wotan/ Wanderer, RING, Bayreuther Festspiele 2000, Giuseppe Sinopoli,
im Jahre 2001 unter Adam Fischer

Wotan/ Wanderer, WALKÜRE, Rom, Giuseppe Sinopoli 1999

Barak/ DIE FRAU OHNE SCHATTEN, La Scala, G. Sinopoli, 1999

Barak/ DIE FRAU OHNE SCHATTEN, Deutsche Oper Berlin, Chr. Thielemann, 1998 / 1999

Macbeth/ MACBETH, Köln, 1998 und Hamburg, I. Metzmacher 1999

Kurwenal/ TRISTAN, Produktion der Covent Garden Opera, London, Bernhard Haitink


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